Max arbeit­et seit zwei Jahren bei Andi’s* Fir­ma. In den let­zten Skife­rien brach er sich den Ober­schenkel­knochen. Max musste daraufhin ins Spi­tal und später fol­gte ein län­ger­er Aufen­thalt in der Reha-Klinik. Ins­ge­samt fiel er darum für sechs Monate aus.

Nach dem Reha-Aufen­thalt und der Ruhep­hase zu Hause kon­nte Max dann endlich wieder bei der Arbeit erscheinen. Dort staunte er jedoch nicht schlecht, als er sah, dass sein Jahres-Ferien­sal­do während der Unfal­lab­senz geschrumpft ist. Komisch, dachte er sich. Wie ist das nur möglich?

* Andi steht auch für Petra, Thomas, Roger, Peter und viele andere Unternehmer/innen die grosse Verantwortung tragen.

 

Andi’s Rechtsgrundlage

Gemäss Art. 329b OR kann der Ferien­anspruch bei Absen­zen wie fol­gt gekürzt wer­den

  • Absenz aus eigen­em Ver­schulden des Arbeit­nehmers (z.B. unbezahlter Urlaub, Naturkatas­tro­phen) vom ersten vollen Monat der Ver­hin­derung an.
  • Unver­schulde­ter Absenz aus per­sön­lichen Grün­den (Krankheit, Unfall, Mil­itär­di­enst) vom zweit­en vollen Monat der Ver­hin­derung an.
  • Absenz wegen Schwanger­schaft und Niederkun­ft vom drit­ten vollen Monat der Ver­hin­derung an.

 

Was gilt nun in der Situation von Max?

Da Max während sechs Monat­en aus­fällt und er unver­schuldet abwe­send ist wegen eines Unfall­es, gilt Punkt zwei. Das heisst, dass Andi* den Ferien­sal­do von Max um fün­ft Zwölf­tel kürzen darf (Aus­fall von sechs Monat­en minus ein Monat).

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