Andi* kocht vor Wut. Schon wieder hat er sich über das Ver­hal­ten eines sein­er Mitar­beit­er aufgeregt. Irgend­wie scheint dieser ein­fach nicht zu kapieren, dass gewisse Anforderun­gen und Regeln befol­gt wer­den müssen. Eigentlich kann Andi* seinen Mitar­beit­er schon gar nicht mehr in die Augen schauen. So wütend ist er. Aus lauter aufges­tauter Wut begin­nt Andi dem Mitar­beit­er aus dem Weg zu gehen und er bindet ihn nicht mehr in Entschei­dun­gen ein. Die Sit­u­a­tion ver­schärft sich immer mehr!

Bei Kon­flik­ten spie­len Emo­tio­nen wie Wut, Angst und Schmerz eine über­wiegende Rolle. Das macht sie unan­genehm und meis­tens lei­den bei­de Kon­flik­t­parteien gle­icher­massen. Auch wenn dies nach Aussen natür­lich nicht gezeigt wird. Und genau, weil diese Emo­tio­nen so stark mit­spie­len, fällt es uns so schw­er Kon­flik­te lösung­sori­en­tiert und sach­lich anzuge­hen.

 

*Andi ste­ht auch für Stephan, Bar­bara, Markus und alle Unternehmer/innen die grosse Ver­ant­wor­tung tra­gen.

 

Wenn sich Konflikte verschärfen!

Wenn Kon­flik­te sich selb­st über­lassen wer­den und nie­mand zielführend ein­greift, ver­schär­fen sich anges­pan­nte Sit­u­a­tio­nen und die Parteien wer­den noch mehr lei­den. Anze­ichen für eine Kon­flik­tver­schär­fung sind:

  • Per­ma­nente Kri­tik. Die Äusserun­gen des Kon­flik­t­geg­n­ers wer­den bis ins unendliche zerpflückt.
  • Die Kon­flik­t­parteien kön­nen nicht mehr offen miteinan­der reden und Möglichkeit­en, sich mitzuteilen, sind eingeschränkt. Die Parteien hören sich nicht mehr zu.
  • Abw­er­tende Gesten und Blicke machen die Runde. Sarkastis­che Bemerkun­gen fall­en.
  • Gele­gentlich wer­den Men­schen nachgeäfft.
  • Die andere Partei wird wie Luft behan­delt. Begrüs­sun­gen wer­den ignori­ert und Infor­ma­tio­nen zurück­ge­hal­ten.
  • Es herrscht Desin­ter­esse. Entschei­dun­gen wer­den nicht mehr gefällt. Fehler häufen sich.

Immer wenn Sie merken, dass Sie vor Wut kochen, ist es ein Anze­ichen für einen Kon­flikt. Wut heisst, Sie sind in Ihren Gefühlen ver­let­zt und Ihr Selb­st­wert­ge­fühl ist angekratzt. Wut hat auch immer etwas mit Angst zu tun. Wenn diese Emo­tio­nen keinen Aus­gang find­en, treiben sie im Unter­be­wusst­sein weit­er ihr Unwe­sen. Ein guter Umgang mit Kon­flik­ten ist deshalb unab­d­ing­bar, denn Emo­tio­nen zu unter­drück­en kostet Kraft, macht Men­schen müde und kann sog­ar zu Depres­sio­nen führen.

 

Folgende Einstellung hilft Ihnen einen Konflikt anzugehen:

  • Suchen Sie sofort das Gespräch; das ist oft der schwierig­ste Punkt aber unab­d­ing­bar.
  • Suchen Sie nach Lösun­gen und nicht nach mehr Ein­wän­den und Prob­le­men.
  • Eskalieren Sie den Kon­flikt nicht, indem Sie emo­tion­al vorschnelle Entschei­dun­gen tre­f­fen, die sich nicht rück­gängig machen lassen.
  • Ver­suchen Sie den Kon­flik­t­part­ner zu ver­ste­hen, auch wenn es schw­er ist.
  • Ver­han­deln Sie nicht so, dass Sie auf voller Lin­ie siegen. Lassen Sie den anderen sein Gesicht wahren.
  • Sind Emo­tio­nen wie Wut, Trau­rigkeit oder Gelähmtheit so gross, dass es Ihnen schw­er fällt einen lösung­sori­en­tierten Dia­log zu führen, holen Sie sich Hil­fe von Fach­per­so­n­en.

Wir helfen Ihnen die betrof­fe­nen Parteien an einen Tisch zu holen, ein lösung­sori­en­tiertes Gespräch zu führen und zu doku­men­tieren. Rufen Sie uns unter 079 350 55 50 an oder melden Sie sich via Kon­tak­t­for­mu­lar.